Lauftagebuch

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/flitze-sylvi

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wochenübersicht KW08 - KW10

Mal wieder eine Zusammenfassung von 3 Wochen, aber so spektakulär ist das Training nun auch wieder nicht:

DatumStreaktagStreckeZeit
18.02.08105519,5701:53:32
19.02.08105616,3001:19:34
20.02.08105716,3001:31:13
21.02.08105819,5701:42:19
22.02.08105919,5701:48:24
23.02.08106035,1203:14:17
24.02.08106136,2003:28:48


DatumStreaktagStreckeZeit
25.02.08106211,6001:07:44
26.02.08106321,2501:56:45
27.02.08106421,2502:03:25
28.02.08106511,5201:02:09
29.02.0810662,0500:12:37
01.03.0810672,0500:10:18
02.03.0810682,0500:10:50


DatumStreaktagStreckeZeit
03.03.08106932,6002:56:52
04.03.08107032,6002:56:39
05.03.08107132,6002:57:33
06.03.08107226,5702:30:46
07.03.08107319,5701:42:39
08.03.08107421,7402:01:34
09.03.08107540,2003:52:42


In der vorigen Woche (genauer gesagt: am vorigen Wochenende hat mir "Emma" ein bisschen zu schaffen gemacht. Leider liegen die meisten meiner Laufstrecken im Wald, und dort zu laufen wäre doch zu gefährlich gewesen. Nachdem ich auf einem kurzen Straßenlauf von den Böen fast von der Straße gepustet worden wäre, habe ich mich mit meinem Miniründchen von 2 km begnügt und die geplanten 40-km-Läufe weggelassen. Zum Glück hatte ich diese Woche ein paar Tage Urlaub und konnte noch mal so richtig Kilometer schrubben. Mit dem langen Lauf heute ist das Training für den 6-Stunden-Lauf am nächsten Samstag nun aber endgültig beendet. Jetzt wird nur noch ausgeruht.
9.3.08 19:00


Werbung


Wochenübersicht KW11

Diese Woche war es nun soweit: mein wichtigster Wettkampf in diesem Frühjahr stand an:

DatumStreaktagStreckeZeit
10.03.0810762,0500:13:05
11.03.0810772,0500:12:07
12.03.0810782,0500:12:02
13.03.0810792,0500:11:25
14.03.0810802,0500:11:37
15.03.08108172,55206:00:00
16.03.08108211,6001:18:44


Die letzte Woche vor dem Lauf war leider alles andere als gut und das aus zwei Gründen:
Zum einen hatten wir in der Firma viel Arbeit, was die Regeneration fast unmöglich machte. Zwar war ich so vernünftig, mich auf Mini-Läufchen von ca. 2 km zu beschränken, aber 8 Stunden körperlich anspruchsvolle Arbeit pro Tag führten dazu, dass ich mich am Freitagabend überhaupt nicht ausgeruht fühlte.
Zum zweiten schien das Wetter eine Steigerung gegenüber Troisdorf in petto zu haben. Hatte es dort nur gelegentlich geschüttet, so sah es jetzt so aus als würde es den ganzen Tag so heftig regnen – keine besonders schöne Aussicht für einen 6-Stunden-Lauf.
Da das alles aber sowieso nicht zu ändern war, bereitete ich mich innerlich auf einen ungemütlichen und harten Lauf vor. Aber wie heißt es doch so schön: was uns nicht umbringt, macht uns härter.
Der Samstagmorgen kam und nein, mein Wecker klingelte nicht, aber mein Hund weckte mich gegen 6.30 Uhr. Also raus aus den Federn, den Hund gefüttert und erst mal rausgelassen. Kein Regen – hier in unserem „Feuchtbiotop“ war es neblig, aber die Sonne versuchte schon die Nebelschwaden zu durchdringen. Nur kalt war es; mein Außenthermometer zeigte 0 °C an. Aber das würde sich ja schnell ändern, wenn die Sonne erst richtig rauskam. Noch war ich nicht sicher, was ich anziehen sollte. Zunächst entschied ich mich für eine halblange Tight und ein dünnes langärmeliges Laufshirt mit einem ebenso dünnen kurzärmeligen darunter. In die Tasche packte ich aber noch die lange und die kurze Tight sowie zwei weitere langärmelige Laufshirts zum Wechseln – man kann ja nie wissen.
Nach einem gemütlichen Frühstück machte ich mich dann gegen 8.30 Uhr auf den Weg nach Nürnberg. Die Fahrt verlief problemlos und kurz nach 9 kam ich auf dem Norikus an, wo es auch noch ausreichend freie Parkplätze gab. In aller Ruhe wanderte ich zur Wöhrder Wiese, wo der Rundkurs war, den ich mit vielen anderen in Kürze ablaufen sollte. Schon auf dem Weg zur Startnummernausgabe traf man andere Läufer, plauderte ein bisschen und freute sich gemeinsam über das schöne Wetter. Natürlich freute ich mich auch darüber, aber die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit vielen Bekannten war natürlich noch größer. Aus dem Streakrunner-Forum hatten Volker, Roland und Bernhard gemeldet, von laufen-aktuell wollte Sören kommen; Gerda aus dem Steppenhahn-Forum war da und noch viele andere, die ich leider nur vom Sehen kannte, denen ich aber noch keine Namen zuordnen kann.
Die Organisation war perfekt wie immer – Klaus Schulz hat wirklich ein unschlagbares Team von Mitarbeitern. Die Startnummernausgabe funktionierte reibungslos und ohne lange Wartezeiten, die Verpflegungsstelle war noch im Aufbau und die ersten Rundenzähler setzten sich schon auf ihre Plätze.
Da in Nürnberg die Sonne schon recht kräftig schien, entschied ich mich letztendlich doch für die kurze Laufhose und zog auch das kurzärmelige Laufshirt aus. Ein kurzer Blick zu den Rundenzählern, leider war der für mich zuständige noch nicht am Platz. Man sagte mir, ich solle mich einfach auf den ersten Runden etwas deutlicher bemerkbar machen, dann ginge das schon in Ordnung. Nun gut, damit hatte ich kein Problem und ich trottete gemütlich in Richtung Startlinie, die sich etwa 200 m hinter den Rundenzählern befand. Das führt dazu, dass die 50-km-Marke direkt vor den Zählern liegt und eine 50-km-Durchgangszeit erfasst werden kann.
Noch ein Wort zur Strecke – in der Ausschreibung findet man dazu nur:
Strecke:
* schön gelegener, flacher Rundkurs / nur geteerte Wege
* DLV-vermessen, 1522 m
Dem kann man voll und ganz zustimmen, trotzdem empfinde ich die Nürnberger Strecke als schwer. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, vielleicht ist es die Tatsache, dass sie nur etwa 1,5 km lang ist, vielleicht liegt es daran, dass man sie fast komplett einsehen kann und deshalb überall Läufer sieht, wohin man auch schaut, vielleicht bin ich den Kurs auch schon zu oft gelaufen und finde ihn deshalb mittlerweile einfach langweilig. Ich weiß es einfach nicht. Da der Lauf aber wirklich liebevoll organisiert ist und für mich quasi ein „Heimspiel“, lasse ich mich von der etwas langweiligen Strecke nicht abhalten, hier zu laufen.
Inzwischen war es 10 Uhr und nach ein paar einleitenden Worten von Klaus Schulz knallte der Startschuss.
Endlich ging es los! Ich hatte mich ziemlich weit vorn mit aufgestellt und versuchte nun auf der ersten Runde erstmal mein Tempo zu finden. Mein Ziel war es, mindestens 70 km zu laufen (ca. 46 Runden), nach Möglichkeit wollte ich aber meine Leistung von Troisdorf wiederholen oder vielleicht sogar toppen.
Dazu war eine Rundenzeit von 7:30 min nötig und die versuchte ich zu laufen. Die erste Runde war (wie erwartet) zu schnell, doch an ihrem Ende fand ich mich neben Josef Schinabeck aus Münchberg, der etwa dasselbe Ziel hatte und wir liefen einige Zeit zusammen. Josef hatte allerdings von Anfang an zu kämpfen; er war am vorigen Sonntag den 6-Stunden-Lauf in Ottobrunn gelaufen und musste nun feststellen, dass sechs Tage Regeneration nicht ausreichen. Nach etwa zwei Stunden ließ er mich ziehen (er ist dann übrigens bei 50 km ausgestiegen, um seinen Start in Kienbaum nicht zu gefährden). Also lief ich wieder allein. Leider spürte ich (was für mich bei einem 6-Stunden-Lauf eine absolut neue Erfahrung war), dass auch mir schon nach etwas über zwei Stunden die Beine schwer wurden – die fehlende Regeneration machte sich bemerkbar. Trotzdem konnte ich mein Tempo halten und das war schon wieder etwas zu flott, wie sich zeigte. Bei knapp über 4 Stunden hatte ich dann die 50-km-Marke erreicht. Schon jetzt stand mein Name an der Tafel, an der die Plazierungen angezeigt wurden, an erster Stelle und jedes Mal, wenn ich bei den Rundenzählern vorbeikam, jubelten sie mir zu und feuerten mich an. Jetzt nahm ich aber ganz bewusst etwas Tempo heraus. Mir war klar, dass ich diese Pace nicht noch zwei Stunden halten konnte und bremste mich lieber jetzt etwas, bevor ich einen Einbruch riskierte. Noch eine Freude hatte ich übrigens – eine Arbeitskollegin kam an die Strecke und schaute mir eine Zeitlang beim Rundenlaufen zu und feuerte mich an. Die fünfte Stunde wurde mir dann wirklich lang. Die Minuten krochen nur so dahin und es wurde mir jetzt wirklich schwer weiterzulaufen. Trotzdem drehte ich Runde um Runde, und auch diese längste Stunde war irgendwann um. Die letzte Stunde wurde ich wieder etwas munterer. Zwar waren die Beine inzwischen sehr müde, aber der Gedanke, dass ich es bald geschafft hatte, gab mir wieder Auftrieb. Und ich begann wieder zu rechnen. Es könnte ja auf jeden Fall für 72 km reichen, das wäre schon mal ein schönes Ergebnis. Schließlich sprach mich auf einer der letzten Runden Marion an (auch aus dem Streakrunner-Forum; sie lief aber dieses Jahr nicht mit, sondern betreute eine Freundin). Sie sagte mir, dass mir die zweite der Frauenwertung immer näher komme und ich solle doch ein bisschen zulegen, wenn möglich. Ich rechnete mir aus, dass ich noch zwei ganze Runden schaffen könnte und dann ein bisschen Rest – die Strecke war überschaubar. Und ich konnte tatsächlich wieder ein bisschen zulegen und zog damit der anderen Läuferin davon. Wie mir Marion danach erzählte, hatte sie die Verfolgung dann auch sofort aufgegeben; sie hatte wohl nichts mehr zum Zusetzen. Die letzten Minuten liefen, ein letztes Mal lief ich an den Zählern vorbei, bekam das Stöckchen mit meiner Startnummer und setzte zum Endspurt an. Etwa zwei Drittel der Runde hatte ich noch geschafft, dann ertönte der Schlussschuss. Ich blieb stehen, legte mein Hölzchen ab und wanderte gemütlich zum Startbereich, wo ich mir an der Verpflegungsstelle noch ein Malzbier gönnte und dann ging‘s zur Insel Schütt, wo Duschen und Umkleiden waren. Schon unterwegs bekam ich viele Glückwünsche von den anderen Läuferinnen und Läufern. Die Frage nach der gelaufenen Strecke konnte ich nur mit „so etwa 72 km“ beantworten, wusste ich doch selbst noch nicht genau, ob es wirklich gereicht hatte (aber ich hoffte es natürlich). Nach einer herrlich warmen Dusche und einem Teller leckerer Nudeln mit Gemüsesoße nebst einem alkoholfreien Bierchen ging es mir schon fast wieder gut. Bis zur Siegerehrung saßen wir nun beisammen, plauderten und freuten uns über einen gelungenen Lauf. Und dann bekam ich es amtlich: ich hatte die Damenwertung mit 72,552 km gewonnen. Das Ziel, das ich mir für einen absolut perfekten Rennverlauf vorgenommen hatte (48 Runden = 73,051 km) hatte ich nur um etwa 500 m verfehlt, und das trotz der fehlenden Regeneration. Wieder mal konnte ich es kaum fassen. Roland war dann so lieb, mich bis zum Norikus zu fahren, wo ich in mein Auto stieg und mich überglücklich auf den Heimweg machte. Und zu Hause gab’s dann auch noch ein richtiges Bierchen – das hatte ich mir ja wohl verdient.
PS: die Ergebnisse gibt es hier
16.3.08 18:04





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung