Lauftagebuch

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Wochenübersicht KW12 - KW17

Viele, viele Zahlen:

DatumStreaktagStreckeZeit
17.03.0810834,9800:32:09
18.03.0810842,0500:11:56
19.03.0810854,9800:30:21
20.03.08108610,3300:59:07
21.03.0810872,0500:12:39
22.03.0810882,0500:12:04
23.03.0810892,0500:11:53


DatumStreaktagStreckeZeit
24.03.08109019,2701:53:27
25.03.0810912,0500:11:18
26.03.0810922,0500:11:23
27.03.0810932,0500:13:02
28.03.0810942,0500:10:54
29.03.0810952,0500:11:20
30.03.08109621,7801:56:46


DatumStreaktagStreckeZeit
31.03.08109716,3001:21:45
01.04.08109822,7002:01:00
02.04.0810992,1500:12:28
03.04.08110019,5701:47:19
04.04.08110116,3001:27:14
05.04.0811022,1500:12:55
06.04.08110326,8502:33:10


DatumStreaktagStreckeZeit
07.04.08110412,5000:55:10
08.04.08110516,3001:28:12
09.04.08110616,3001:25:41
10.04.08110720,2501:56:02
11.04.0811082,0500:09:50
12.04.08110915,5501:18:48
13.04.08111032,0702:52:44


DatumStreaktagStreckeZeit
14.04.08111115,0501:21:32
15.04.0811122,1500:13:14
16.04.0811132,0500:10:40
17.04.0811142,0500:12:31
18.04.0811152,0500:11:56
19.04.0811162,0500:11:31
20.04.08111736,3703:13:44


DatumStreaktagStreckeZeit
21.04.08111811,5201:06:12
22.04.0811196,6300:36:32
23.04.08112018,8201:25:14
24.04.08112120,5001:55:52
25.04.0811222,1500:14:36
26.04.0811237,6100:39:55
27.04.08112433,4603:02:55


So sahen die Wochen nach dem 6-Stunden-Lauf bis eine Woche vor dem Regensburg Marathon aus, der mein zweiter "großer" Wettkampf in diesem Frühjahr werden sollte.
5.5.08 16:05


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Wochenübersicht KW18

Diesmal hatte ich mich vor dem Wettkampf auch ganz brav ausgeruht:

DatumStreaktagStreckeZeit
28.04.0811252,0500:12:29
29.04.0811262,1500:13:32
30.04.0811272,1500:13:37
01.05.08112811,2501:00:30
02.05.0811292,1500:12:52
03.05.0811302,1500:12:30
04.05.08113142,2003:09:53


Da sich die Methode im vorigen Jahr bewährt hatte, wollte ich sie dieses Jahr wieder anwenden: Mitte März den 6-Stunden-Lauf in Nürnberg mitlaufen und dann versuchen, mit dieser Form noch einen schnellen Marathon im Frühjahr zu laufen. Voriges Jahr war es Würzburg, wo ich nach meinem ersten 6-Stunden-Lauf mit einem Sprung über die 3:30er Marke bei 3:21 finishte. Inzwischen war ich drei weitere 6-Stünder gelaufen, zwei davon mit Strecken über 72 km, verständlich, dass meine Ziele etwas ehrgeiziger wurden.
Abgesehen davon wollte ich es einfach wissen: kann ich einen Schnitt von 4:30 min/km über einen ganzen Marathon halten? Das bedeutete als Traumziel eine Marathonzeit von 3:10, 10 Minuten schneller als im vorigen Jahr und damit wieder ein gewaltiger Sprung nach vorn. Ich bin ganz ehrlich, ich hatte schon meine Zweifel, ob das für mich zu schaffen sei, aber mein Motto war: „Wenn du es nicht versuchst, wirst du es nie wissen!“
Noch ein Problem ergab sich im Vorfeld: die Zufuhr von Kohlenhydraten, die auf jeden Fall nötig sein würde, um das Tempo zu halten. Mein Körper weigert sich entschieden, irgend etwas Essbares zu verarbeiten, wenn ich schnell laufe. Selbst ein kleines Stückchen Banane liegt wie ein Stein im Magen und nützt so natürlich gar nichts. Die üblichen Gels lassen mich zwar schnell laufen, aber leider nur bis auf die nächste Toilette. Was also tun? Cola und Apfelschorle können funktionieren, aber nicht immer bekommt man sie schon früh genug an den Verpflegungsständen. Die Idee war schließlich, Traubenzucker zu verwenden. Die kleinen Täfelchen, die man in jedem Supermarkt bekommt, lassen sich in der Backentasche verstauen, wodurch die Atmung auch kaum behindert wird; sie lösen sich dann im Laufe der Zeit auf und man schluckt mit dem süßen Zeug nur reine Glukose, mit der weder Magen noch Darm irgend etwas machen müssen, außer sie in den Blutkreislauf zu schieben. Dazu reichlich Wasser trinken, wegen des Transports – und fertig! Getestet im Training und es funktionierte. Keine Rebellion in meinen Innereien, wie sonst, wenn ich etwas zu essen versuchte, und ein flottes Tempo konnte ich auch problemlos laufen. Ob es ausreichen würde, würde ich dann am Sonntag schon erfahren.
Am Samstag holten Roland, Susanne und ich schon die Startunterlagen und bummelten mal über die Marathon-Messe. Am Sonntagmorgen fuhr ich dann mit Roland und Anton (einem blinden Läufer, der seinen ersten Marathon finishen wollte) nach Regensburg. Wir waren früh da, hatten genug Zeit uns fertig zu machen, den Start der Inline-Skater zu beobachten und schließlich trennten wir uns, um uns in die Startblocks einzureihen. Für mich war es der erste Start aus Block A und ich hielt mich zunächst mal in der Nähe des 3:15er Zugläufers auf, in der Hoffnung, nicht zu schell anzugehen.
Um 8:30 Uhr knallte der Startschuss, alles rannte los und ich mit. Das erste Kilometerschild hatte ich leider verpasst, irgendwann fuhr ein Radfahrer an meiner Seite, der meinte ich wäre die dritte Frau (er hatte sich aber geirrt und fuhr dann weiter nach vorn). Ich nutzte die Gelegenheit und fragte ihn wie schnell wir unterwegs wären. „14 bis 15 km/h“, war die Antwort. Upps, viel zu schnell. Dann versuchen wir doch mal, etwas Tempo herauszunehmen. Leider war das gar nicht so einfach und nach einigen vergeblichen Versuchen ließ ich es dann einfach laufen, langsamer wird man schließlich von alleine. Eine Läuferin überholte mich – irres Tempo! Na, Mädchen, dachte ich nur, hoffentlich übernimmste dich da nicht. Mittlerweile war auch schon die erste Verpflegungsstelle in Sicht und so schob ich mein erstes Traubenzückerchen in die Backentasche, spülte mit etwas Wasser nach und weiter ging‘s. So nach und nach fanden sich auch ein paar Mitläufer, die mein geplantes Tempo liefen, so dass ich nach dem etwas rasanten Anfang nun doch ein bisschen gebremst wurde. Das war auch gut so, schließlich wollte ich mich ja nicht auf den ersten Kilometern komplett verheizen und dann vielleicht noch den Hammermann treffen. Die Strecke führte jetzt aus Regensburg heraus, zunächst noch durch ein Industriegebiet (Roland hatte mir erklärt, dass da einer der Hauptsponsoren säße) und schließlich auf eine Landstraße. Schon jetzt war ich für den frühen Start sehr dankbar, denn die Straße bot fast keinen Schatten und die Sonne war schon ordentlich warm. Zum Glück gab es zunächst mal reichlich Wasserstellen, und auch mein Schwämmchen konnte ich immer wieder nass machen. Wir passierten einige Dörfer, in denen tolle Stimmung war. Da auf den Startnummern die Vornamen der Läufer standen, wurden wir auch öfter namentlich angefeuert. Ich finde ja, das motiviert immer unheimlich. Als fünfte Frau (und wohl auch wegen meiner Größe) klatschten mir die Zuschauer besonders oft zu. Und auf einer langen Geraden sah ich dann die Läuferin, die mich am Anfang überholt hatte, wieder vor mir. Langsam kam ich ihr näher. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich würde sie wohl doch nicht erreichen, aber der Abstand schrumpfte. Endlich hatten wir die Wendemarke erreicht, kurz danach liefen wir über die Zeitnahmematten für den Halbmarathon und nun ging es nach Hause! Nun weiß natürlich jeder, der schon mal einen Marathon gelaufen ist, dass die zweite Hälfte mindestens doppelt so lang ist wie die erste. Oder man empfindet es wenigstens so. Wie auch immer, noch ging es mir gut, das Tempo passte und irgendwo um die Halbmarathonmarke herum hatte ich auch die andere Läuferin wieder eingeholt und war jetzt die vierte Frau. Wieder ging es durch die Dörfchen zurück, wieder Anfeuerungsrufe und dazwischen die Einsamkeit auf der Landstraße (obwohl ich da gar nicht so böse drüber bin, nach dem Trubel tat die Ruhe auch gut). An einer Stelle der Strecke noch ein wunderschöner Ausblick zur Walhalla – so etwas liebe ich ja immer sehr und nach etwa 30 Kilometern hatten wir Regensburg wieder erreicht. Hier gerieten wir erstmal in ein tolles Gewühl – die Halbmarathonis, die um 10 Uhr gestartet waren, trafen hier auf die Marathonläufer und legten den Rest der Strecke mit ihnen gemeinsam zurück. Ein Stück weit waren die Läufer etwas langsamer als ich unterwegs und ich musste mich zusammenreißen, um mich nicht ihrem Tempo anzupassen und auch schon langsamer zu werden. Aber bald hatte ich sie hinter mir gelassen und jetzt wurde schon der 32. Kilometer angezeigt. Noch 10 km bis nach Hause! Immer noch hielt ich so annähernd meinen 4:30er Schnitt, aber es wurde von Kilometer zu Kilometer schwerer. Mein Kopf wollte mir was von Gehpause und Tempo rausnehmen erzählen, aber noch weigerte ich mich, dem nachzugeben. Die Kilometer begannen sich zu ziehen, aber ich wollte auf keinen Fall aufgeben. Immer weiter, sagte ich mir, noch ein Kilometer und jetzt noch einer, das geht schon noch. Ich hangelte mich wirklich von einem Kilometerschild zum nächsten. Zum Glück, so muss das jetzt heißen, waren die immer noch recht frischen Halbmarathonis um mich und der Herdentrieb funktionierte, wenn auch sonst nichts mehr ging. Wieder erreichten wir die Altstadt von Regensburg; Massen von Zuschauern feuerten uns an, und ich wollte nur noch nach Hause. Ich sehnte das Kilometerschild mit der 40 herbei, um endlich ein Ende zu sehen. Und es kam. Die längsten Kilometer, die ich je in meinem Leben gelaufen bin, waren zu Ende. Die letzten zwei (oder 2,195) Kilometer waren reine Formsache. Inzwischen liefen zwischen Halbmarathonis und Marathonläufern auch noch die 10-km-Läufer, und die waren noch mal schneller und frischer als die Halbmarathonläufer. Wie ein Sog zogen die schnellen 10er mich in Richtung Ziel und da war es endlich! Ich strahlte, als ich über die Matte lief, drückte meine Uhr ab und da stand eine 3:09:58! Ich hatte so etwa zum Startschuss angeschalten, also war ich ziemlich sicher das die Nettozeit unter 3:10 sein würde. Ich hatte es geschafft. Hinter der Ziellinie bekam ich dann die obligatorische Finishermedaille umgehängt und einen kleinen Zettel in die Hand gedrückt, dass ich mich zur Siegerehrung mit einfinden sollte.
Fix und fertig, aber glücklich besorgte ich mir etwas zu trinken (es gab kein alkoholfreies Bier!) und holte dann meine Sachen ab, um duschen zu gehen. Unter der Dusche dann Aua, Aua! Meine Laufhose war etwas hochgerutscht (wahrscheinlich wegen des Traubenzuckers in der Hosentasche) und ich hatte mir einen hübschen kleinen Wolf gelaufen. Mein Top und der BH hatten auch gescheuert, also sah ich wieder sehr schön aus. Nun ja, wie heißt es so schön: der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt. Und es gibt ja wirklich Schlimmeres. Nach dem Duschen wanderte ich gemütlich zum Auto, um Roland und Anton zu erwarten, die, wie ich hoffte, inzwischen auch eingetroffen sein müssten. Und richtig – schon nach kurzer Zeit kamen sie, beide sehr zufrieden. Anton hatte sein Marathondebüt in einer Zeit von ca. 3:43 gegeben – dazu konnte ich ihm nur von Herzen gratulieren. Die beiden rückten dann ab in Richtung Dusche, nachdem ich Roland noch wegen der Siegerehrung Bescheid gesagt hatte, und ich machte mich auf, um endlich ein Bierchen zu trinken – das brauchte ich jetzt. Noch war ich nicht damit fertig, da wurde mein Name schon aufgerufen – die Veranstalter waren mit ihren Siegerehrungen schneller als ich gedacht hatte. Leider fehlten die Zweit- und Drittplazierte bei den Frauen, aber wir Anwesenden freuten uns sehr über Pokale und Glückwünsche (es gab übrigens bis zum 8. Platz einen Pokal – fand ich sehr nett).
Danach trank ich dann den Rest meines Bierchens noch und wanderte schließlich zurück zum Auto, wo Roland mich schon erwartete und ich somit gleich Pokal und Urkunde verstauen konnte. Wir saßen dann noch ein Weilchen mit Antons Familie im Zelt zusammen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.
Heute habe ich zwar etwas Muskelkater, aber deutlich weniger als erwartet, und mein Wolf ist auch schon am Abheilen.
Zum Schluss noch die Statistik:
Bruttozeit: 03:09:59
Nettozeit: 03:09:53
Halbmarathon 1: 01:33:16 (das ist übrigens neue HM-Bestzeit)
Halbmarathon 2: 01:36:37 (Roland fand das noch in Ordnung)
Gesamtplatz: 4 von 109
AK W45: Platz 3 von 18
5.5.08 18:16





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